Frankreich macht einen großen Schritt in Richtung digitaler Euro

3. April 2020

Die französische Zentralbank wird eine Reihe von Tests durchführen, um Vorteile und Anwendungsfälle für die digitalen Währungen der Zentralbank zu ermitteln.

In Kürze

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Banque de France

Frankreichs Zentralbank will Vorteile und Anwendungsfälle für den digitalen Euro entdecken.
Die Bank wird eine Reihe von Experimenten mit den CBDCs in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen durchführen.
Die Tests werden diesen Sommer beginnen.
Die französische Zentralbank hat ihre Pläne angekündigt, ein Versuchsprogramm zum Testen eines digitalen Euro in den Abwicklungsverfahren zu starten. Qualifizierte Institutionen sind ebenfalls zur Teilnahme eingeladen.

Laut der am 27. März veröffentlichten Erklärung der Bank soll das Programm dazu dienen, das Potenzial dezentralisierter Technologien zu evaluieren und solide Anwendungsfälle für die digitalen Währungen der Zentralbank (CBDC) zu entdecken.

Die Initiative hat drei Hauptziele

Erstens soll gezeigt werden, ob und wie CBDC zur Abwicklung von Interbanken-Transaktionen eingesetzt werden kann. Zweitens soll festgestellt werden, welche Vorteile ein digitaler Euro bieten kann. Schließlich soll „eine detaillierte Analyse der potenziellen Auswirkungen der Einführung einer CBDC auf die Finanzstabilität, die Geldpolitik und das regulatorische Umfeld durchgeführt werden“, heißt es in dem Dokument.

Um diese Tests durchzuführen, hat die Zentralbank alle qualifizierten und interessierten Einrichtungen zur Teilnahme eingeladen. Gemäß der Ankündigung müssen die Bewerber innerhalb der Europäischen Union oder in einem Vertragsstaat des Abkommens über den EU-Raum niedergelassen sein.

Teilnehmer müssen Ideen zuvor vorlegen

Die Antragsteller müssen auch ihre Vorschläge für Experimente vorlegen, die sich auf mindestens einen der vorgegebenen Anwendungsfälle konzentrieren. Dazu gehören „Zahlung mittels einer Wertmarke, die Zentralbankgeld darstellt, gegen Lieferung eines börsennotierten oder nicht börsennotierten Finanzinstruments, […] einer digitalen Währung einer anderen Zentralbank“ oder anderer digitaler Vermögenswerte, die im französischen Währungs- und Finanzgesetz definiert sind.

Gleichzeitig erklärte die Zentralbank ausdrücklich, dass diese Experimente keine digitale Geldschöpfung in irgendeiner Form implizieren werden.

„Die Darstellung von Zentralbankgeld ist jedoch auf den Abrechnungstag beschränkt, an dem die Zahlung erfolgt, und die Zahlungswirksamkeit wird auf den Konten in Zentralbankgeld vermerkt, da die Wertmarke keine Rechtskraft hat“, heißt es in der Ankündigung.

Einrichtungen, die an den 3 teilnehmen wollen, haben bis zum 15. Mai Zeit, ihre Anträge einzureichen. Nach einer Reihe von ersten Gesprächen, die für Juni geplant sind, wird die endgültige Auswahl am 10. Juli getroffen.

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